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Test zur Früherkennung von Darmkrebs


Nach der gesetzlichen Krebsvorsorge wird ab dem 50. Lebensjahr der Enddarm ausgetastet und bis zum 55. Lebensjahr jährlich dann alle 2 Jahre ein Stuhltest (Haemoccult) zum chemischen Nachweis von Blut im Stuhl durchgeführt.

Alternativ können Sie ab dem 55. Lebensjahr eine Darmspiegelung durchführen lassen, die Polypen frühzeitig entdecken lässt und bei unauffälligem Befund erst nach 10 Jahren wiederholt werden muss.

Haemoccult-Test

Er weist chemisch Blutbestandteile nach. Dadurch kann nicht nur Blut, sondern auch manches Nahrungsmittel eine Blaufärbung verursachen, das Testergebnis also verfälschen. So ist es wichtig, dass Sie bereits drei Tage vor einem solchen Test auf bestimmte Lebensmittel und Medikamente verzichten, nämlich: Blutwurst, rotes Fleisch (besonders wenn es roh ist, z.B. Tartar), Rettich oder Steckrüben, Vitamin C in hohen Dosen (>500 mg pro Tag).

Bestimmte Arzneimittel in hohen Dosierungen, die beispielsweise bei Schmerzen und Gelenkbeschwerden verordnet werden können das Testergebnis verfälschen (die häufigsten Substanzen sind Aspirin, Ibuprofen oder Diclofenac). Sprechen Sie mit Ihrem Arzt darüber, ob Sie solche Medikamente vor Testbeginn absetzen können.

Wird der Okkultbluttest bei Frauen während der Regelblutung durchgeführt, kann dies ebenfalls zu einem verfälschten Ergebnis führen. Deshalb bis drei Tage nach Ende der Periode warten und erst dann mit dem Test beginnen.

Immunologischer Stuhltest

Der immunologische Test sucht spezifisch nach Blutspuren in der Stuhlprobe. Er liefert dabei genauere und zuverlässigere Ergebnisse als die chemischen Okkultbluttests. Auch lässt sich seine Reaktion nicht durch bestimmte Nahrungsmittel verfälschen. Sie müssen also vor der Durchführung nicht auf besondere Diätmaßnahmen achten. Allerdings können manche Schmerz- und Rheumamittel in hohen Dosierungen (z.B. Aspirin, Diclofenac) das Testergebnis ebenso verfälschen. Sprechen Sie darüber mit Ihrem Arzt, bevor Sie den Test durchführen wollen. Bei Frauen kann das Testergebnis während der Periode falsch sein: Warten Sie mit der Testdurchführung bis drei Tage nach Abklingen der Regelblutung. Der Immunologische Stuhltest kostet ca. 15 Euro, die von den gesetzlichen Krankenkassen derzeit nicht übernommen werden.

Stuhltest zum Nachweis von "Tumor M2-PK"

Beim Tumor M2-PK Stuhltest handelt es sich um einen Test, der nicht nach verstecktem Blut im Stuhl sucht, sondern ein für Krebs typisches Enzym im Stuhl nachweisen kann. Dieses Enzym heißt "Tumor M2-PK" und kommt im bösartig veränderten Gewebe von verschiedenen Krebsarten in größerer Menge vor – darunter auch bei Darmkrebs oder bösartig veränderten Darmpolypen. Seit 2001 ist dieser Test als Laborarztfachleistung über den Hausarzt und Frauenarzt erhältlich, oder Sie können ihn einer Apotheke erwerben und selbständig zu Hause durchführen. Dazu sammeln Sie eine erbsengroße Stuhlprobe und schicken diese in einem eigens mitgelieferten Behältnis zur Auswertung an ein Labor, wo der Stuhl auf das Enzym Tumor M2-PK untersucht wird. Das Ergebnis erhalten Sie anschließend per Post.

Die Kosten für den Tumor M2-PK Test werden von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen. Er kostet ca. 30 Euro.

Keine Angst bei positivem Testergebnis!

Ist das Testergebnis positiv, sind also Blutspuren im Stuhl entdeckt worden, bedeutet das noch lange nicht Darmkrebs! Blutspuren im Stuhl können auch andere Ursachen haben, zum Beispiel Hämorrhoiden oder harmlose Verletzungen der Afterschleimhaut. Sehr wichtig ist jedoch, dass Sie bei jedem positiven Testergebnis der Sache auf den Grund gehen und unbedingt eine Darmspiegelung durchführen lassen, um die genaue Ursache für die Blutspuren zu erfahren.

In rund zehn Prozent der Fälle mit positivem Okkultbluttest wird anschließend tatsächlich ein bösartiger Tumor gefunden, dann allerdings oft in einem so frühen Stadium, dass die Therapiechancen sehr gut sind. Dies sollte stets das Ziel einer guten Vorsorge sein Krebserkrankungen in einem noch heilbaren Stadium zu entdecken.

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